dieses Gefühl. Dieses komische Gefühl. Ich weiß ja nicht wie es Euch geht. Aber ich habe seit dieser Woche wieder dieses komische Gefühl. Ich hatte es schon einige Jahre nicht mehr, aber jetzt ist es wieder da. Gott sei dank. Es ist ein äusserst angenehmes Gefühl. So ein Gefühl der Anspannung und Vorfreude. Seit letztem Wochenende wissen wir, dass wir noch eine Chance haben, die beiden letzten Plätze zu vermeiden. Seitdem ist die Anspannung da. Jeden Tag wird nach Informationen gesucht. Nach Informationen über das eigene Team, den direkten Gegnern und natürlich den indirekten Gegnern. Nach Informationen, ja am Besten schon nach Weissagungen aus dem Kaffesatz. Jede positive Prognose und sei sie noch so ein Gerücht wird positiv genutzt. "Wir schaffen das!" Im Kopf laufen schon mögliche Szenarien ab. Sieg, Niederlage, Jubel, Enttäuschung alles kann man sich schon vorstellen, wünscht sich jedoch nur eins.
Eigentlich hatte ich dieses Gefühl seit ca. 3 Jahren nicht mehr. Die Jahre vorher kannte ich es. Meistens ging es um Platz 8 oder um die Playoff-Spiele im Anschluss. Ganz früher gab es das Gefühl dieser Vorfreude auch bei Derbys. Die Freude auf das Spiel und die Stimmung. Meistens konnte man den Tag an einem Derby oder einem Playoff-Spiel vergessen. Der Blick war tunnelartig auf den Abend gerichtet. Nichts um einen herum hatte besondere Relevanz (Ausgenommen es war natürlich wirklich etwas wichtiges*ggg*). Vom Aufstehen an hatte man nur einen Wunsch, lass mich endlich die Halle betreten. Dann gehts schon. Leider spielen wir nicht um Platz 8, leider ist es auch kein Playoff-Spiel und leider sind die Derbys auch nicht mehr das, was sie mal waren.
Aber es ist trotzdem da, dieses Gefühl. Irgendwie ist es schon pervers. Wir haben eine der schlechtesten Serien gesehen, die es je in Kassel gab. Und jetzt spitzt sich im 1. Akt alles auf dieses Wochenende zu und ich bin aufgeregt. Wünsche mir Siege des Teams herbei und bin sogar bereit es voll zu unterstützen. Und das trotz aller Enttäuschung. Und das ist auch gut so! Willkommen im Abstiegskampf. Jetzt gibt es kein Jammern mehr, kein Ärgern, keine Enttäuschung, keine Verweigerung, keine Schmäh gegen die eigenen Spielern. Jetzt gibt es nur noch ein einziges gemeinsames Ziel. "Wir schaffen das!" Und wenn nicht im 1. Akt, dann eben im 2. Akt, den Playdowns. Und dann ist sie wieder da, diese Anspannung, dieses Gefühl. Und wenn die Serie dann irgendwie zu Ende ist, egal wie, dann wird ein Resumee gezogen, dann kann man auch wieder kritisch sein. Jetzt aber nicht. In diesem Sinne, lasst uns dieses Wochenende ein lange nicht dagewesenes Eishockeyfest feiern.
Ich wünsche allen viel Spaß und vor allem heute in der ersten Szene des ersten Akts 3 Punkte.
Ciao
Jake
***** Besiegt ist man erst, wenn man sich aufgibt! ***
Ich habe gerade nochmal die entscheidenden Minuten in diesem Spiel gesehen. Also so ganz erschließt es sich mir nicht, warum der Treffer nicht gegeben wurde. Die Berührung des Torhüters war nun wirklich nicht so behindernd. Aber seis drum. Was danach abging war schon heftig und lässt nichts Gutes für heute Abend hoffen. Allerdings habe ich bei allem sportlichen Ärger kein Verständnis für die Interspieler, die auch noch heftig auf Merk schimpfen und ihn mit Applaus verabschieden. Man hatte fast den Eindruck, dass Veron als er wieder auf dem Platz kommt, Merk beschimpft und ihm die Schuld an dem Theater gibt.
Wollen wir mal hoffen, dass sich der deutsche Fußball bzw. die Fankultur nicht in eine ähnliche Richtung verändert. Ansätze zu mehr gewalltbereitschaft sind in den letzten 2 Jahren und vor allem dem letzten 1/2 Jahr deutlich zu erkennen.
Das Vorgehen der Polizei zeigt allerdings, wie beim letzten Spiel S04 - H96, dass sie im Vorfeld zur WM sehr rigeros und zum Teil deutlich über die Verhältnismäßigkeit hinaus reagieren, wenn einzelne Fangruppen auffällig werden. Die deutschen Hools beim letzten Länderspiel tragen ihren Anteil daran mit.
Ciao
Jake
***** Besiegt ist man erst, wenn man sich aufgibt! ***
Nun ja, lange lag diese Kolumne ja brach. Es lag wohl daran, dass mir die Wörter im Hals stecken geblieben sind, anlässlich dessen, was sich in der zurückliegenden Saison so ereignet hat. Nun, da die Zeit des grauens etwas zurückliegt, befasse ich mich mal mit einem meiner Lieblingsthemen, den Medien, oder wie ich sie im Zusammenhang mit den Huskies nenne, „Die Zeitstehler“.
Zeit ist wichtig. Besonders wichtig ist sie für die Medien. Hier ein Beispiel: Da in der Altersgruppe 14 – 49 Jahre zunehmend im Internet gespielt wird, gehen die Werbekontakte im Fernsehen in dieser Zielgruppe zurück. Die werbetreibende Industrie reagiert darauf und wird zukünftig vermehrt in Onlinespielen werben. Medien brauchen unsere Zeit!
Keine Angst, ich will jetzt hier keine weltumspannende Medienkritik äußern. Ich bleibe hier im Lokalen, nämlich bei unserer HNA, dem HR und den Kassel Huskies. Wem aber seine Zeit zuschade ist, der sollte sie sich nicht stehlen lassen und an dieser Stelle lieber etwas anderes machen.
Anlass etwas zu schreiben war der Artikel in der HNA von Mittwoch zum Treffen mit den Fanclubs. Dies hat allerdings das Fass zum überlaufen gebracht. Es ist schon unglaublich, wie viel Zeit mir die HNA mit unsinnigen Artikeln um und über die Huskies gestohlen hat. Das beginnt mit der Berichterstattung über die Spiele. Das Thema hatten wir aber schon vor einiger Zeit. Montags ein Spielbericht über das Sonntagsspiel, Dienstags eine kurze Nachbereitung, Mittwoch in der Regel nichts zu den Huskies, Donnerstags ein Vorbericht (wenn wir Glück haben), Freitags noch mal das Selbe, Samstags ein Spielbericht vom Freitagsspiel. Klingt auf den ersten Blick nicht schlecht. Was die Quantität angeht. Die Qualität dieser Berichte ist allerdings weit entfernt von dem, was man von journalistisch guter Sportberichterstattung erwarten kann. Seltenst gibt es eine vernünftige Nachbereitung der Spieltage mit Interviews etc. Liegt wohl daran, dass so viele Ausländer in der Mannschaft spielen und die Interviews dementsprechend schwer fallen. Analysen finden nicht statt. Die Spiele werden im Telegrammstil (Minute X Konter, Minute Y Tor etc.) aufbereitet. Also, wer in der Halle war, weiß selbst, was dort passiert ist. Wer Radio gehört hat ebenfalls. Wer Videotext hat auch und wer über einen Internetzugang verfügt sowieso. Die Artikel kann man sich also sparen. Außer einem großen Bild, das häufig noch verkehrt ist bekommt man nichts. Mit dieser Form der Berichterstattung wird einem nur die Zeit gestohlen.
Wir können nur froh sein, dass die Sonntagszeit eingestellt worden ist, sonst würde uns diese Zeit auch noch gestohlen.
Selbst bei Auswärtsspielen ist man im Internet besser informiert, als mit der Berichterstattung am nächsten Tag. Man liest den Liveticker, ist im Forum oder im Chat und bekommt somit aktuelle Informationen aus erster Hand, nämlich von Leuten, die vor Ort sind. Und die sind meistens besser und weniger geschönt, als die Informationen am nächsten Tag in der HNA. Und man verbringt noch nette Abende mit Leuten im Chat.
Und wie lange macht die HNA dieses Spielchen? Viel zu lange!! Selbst als die meisten Fans schon ahnten, dass etwas im Busch ist, wird in der HNA immer noch der gleiche Trott der Berichterstattung vollzogen. Spielbericht, Analyse, die diesen Begriff eigentlich nicht verdient, und das wars. Keinerlei kritischen Tön. Warum denn auch. Mit Hofberichterstattung kommt man doch weiter. Finanziell auf jeden Fall. Die Reporter haben ihren Eintritt, was zu essen. Der Zeitungsbesitzer die Werbung. Kritische Töne könnten dieser Harmonie nur abträglich sein und so wird dem Leser immer schön die Zeit mit langweilige Berichten gestohlen. Spätestens als die HNA mit Werbung der Huskies pro Lewandowski zur Bürgermeisterwahl kommt, war dem letzten Leser klar, wo hier die Berichterstattung hingeht. Im übrigen auch, was den Hallenbau betrifft. Lewandowski hui, SPD pfui. Da wird sogar noch versucht einem nicht nur die Zeit zu stehlen, sondern auch noch in den Wahlkampf einzugreifen.
Selbst als abzusehen ist, dass es in Richtung Playdowns geht, werden in der HNA immer noch Leute zitiert, die von Playoffs reden. Und dies kommentarlos. Erst als das vierte Playdownspiel ansteht, fällt der HNA plötzlich ein, dass der Abstieg der Huskies evtl. eine besondere Konsequenz für die Region hat, dass es auch um Arbeitsplätze geht. Liebe Leute, da war es schon zu spät, um noch jemanden Wach zu rütteln. Viel früher hätte Druck auf das Management, den Besitzer und die Mannschaft gemacht werden müssen. Nämlich schon im November!
So, und was wird nach dem Abstieg gemacht? Über das Drama berichtet. Aber eine schonungslose Analyse bleibt aus. Das Interview mit Joe Gibbs ging in diesem Zusammenhang noch einigermaßen. Aber leider bleibt immer das Gefühl der Oberflächlichkeit.
Wie geht es weiter mit den Huskies. Dazu gab es dann auch ein Gespräch mit Trippke im Hessen Fernsehen. Und wen sehe ich da als Eishockeyfachmann aus Kassel? Gerald Schaumburg von der HNA. Mich hätte es bald aus dem Sessel gehauen. Was wollte der denn da? Wenn das unsere Fachleute aus Kassel sind, die das kasseler Eishockey in der Öffentlichkeit vertreten, dann prost Mahlzeit. Dementsprechend fiel das Gespräch auch aus. Unsinnige Forderungen und falsche Faktendarstellung. Prima! Danke HR und danke Herr Schaumburg. Mit diesem Gespräch hatte auch der HR mal wieder bewiesen, dass er uns Eishockeyfans mit seiner Berichterstattung nur die Zeit stiehlt. An Spieltagen wartet man auf Kurzberichte, die meistens schlecht geschnitten sind und in denen Fakten (Spielernamen, Aufstellungen etc.) falsch dargestellt werden. Begründung hierfür: Zeitmangel! Ja meine Güte, was macht ihr denn mit der Zeit, die ihr uns stehlt? Nehmt doch mal eine Anleihe bei der HNA, die hat genug davon.
So, und jetzt die Krönung des Ganzen. Da werden Fanclubvertreter zu einem Gespräch eingeladen, um mit ihnen die aktuelle Situation zu diskutieren und ein Meinungsbild einzufangen. Das scheint die ganz neue Masche zu sein bei dieser Zeitung (Ich weiß jetzt auch, warum das Wort „Zeit“ darin vorkommt). Während der Saison wird zunehmend in Internetforen abgeschrieben, weil den „Journalisten“ selber nichts mehr einzufallen scheint. Jetzt stehlen sie nicht nur Zeit, sondern auch noch Gedankengut. Zurück zum Treffen. Da nehmen sich eine Vielzahl von Fans die Zeit, um an einem solchen Gespräch teilzunehmen und dann kommt ein solcher Artikel in die HNA. Eine Frechheit! Das Gespräch wird im Artikel teilweise falsch und verkürzt wieder gegeben; und was noch schlimmer ist, im Kommentar zu alledem, werden die Fans auch noch als Träumer und dämliche, weltfremde Haubentaucher dargestellt, die doch glatt von 4.000 Zuschauern pro Heimspiel in der 2. Liga ausgehen und ansonsten auch nicht geblickt haben, wie wichtig DEL-Hockey für Kassel ist.
Ja sagt mal, habt ihr denn gar nicht gelernt ihr Fans?!? Da gibt es über Monate eine fundierte und analytische Berichterstattung über die Situation des kasseler Eishockeys und was macht ihr? Träumt einfach nur rum und habt den ernst der Lage nicht erkannt!
Schön, dass jetzt nicht mehr nur beim lesen der Zeitung Zeit gestohlen wird, sondern auch noch durch Treffen, die absolut keinen Sinn haben und die Fans lediglich ausnutzen.
Was bleibt uns übrig? Eigentlich nur die Flucht. Die Flucht ins Internet. Hier gibt es eine Vielzahl von Berichterstattern, die nach dem Spiel bereits qualifizierte Spielanalysen liefern, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, die nur leider ihre Eintrittskarten selber bezahlen müssen und während und nach dem Spiel auch nicht kostenlos bewirtet werden. Aber daran sollten wir doch was ändern. Daher fordere ich freien Eintritt und freie Bewirtung für jeweils einen Berichterstatter der Fanclubs, die im Internet über die Huskies berichten.
Vielen Dank für Eure Zeit!
Ciao
Jake
PS: Wem noch was zu diesem Thema einfällt, der sollte die Zeitung zur Seite legen und sich die Zeit nehmen seine Gedanken hier zu äußern.
In Antwort auf: Bayern München greift auf dem Markt privater Investoren zu. Nach kicker-Recherchen wird der Rekordmeister im September ein partialisches Darlehen von der Allcas AG, Tochter der Allianz/Dresdner Bank, in Höhe von 50 Millionen Euro aufnehmen.
In Antwort auf: Bayern-Manager Uli Hoeneß bestätigte gegenüber dem kicker, dass sich die Darlehenssumme sogar auf etwa 75 Millionen Euro beläuft. Gleichzeitig erklärte Hoeneß: "Das Ganze hat mit dem FC Bayern nichts zu tun. Darlehensnehmer ist die Stadion GmbH."
Tja, der FAN!! Der Fan ist schon eine komische Form eines begeisterten Anhängers. Da beginnt heute die erneute DEL Saison eines der Mitbegründer dieser Liga und von vielen wird dies als selbstverständlich hingenommen. Vielmehr wird im Vorfeld und kurz vor beginn so getan, als wäre es das normalste der Welt, dass dieser Verein sein erstes DEL-Pflichtspiel dieser Saison hat.
Ein Blick zurück
Noch im Frühjahr stand vielen das entsetzen ins Gesicht geschrieben. Das Unfassbare war geschehen. Die Kassel Huskies sind aus der Deutschen Eishockey Liga abgestiegen. Nicht nur dieses sportliche Dilemma, sondern vor allem das dunkel am Horizont aufkommende Mordor, dass einige dort bereits sehen, wirft noch dunklere Schatten voraus. So wie es aussieht wird es für Kassel auch keinen Start in einer anderen Liga geben. Alle sind erschüttert und traurig. Ein lieb gewonnenes Hobby (für manche ist es sogar noch um einiges mehr) droht ihnen entrissen zu werden.
Das große Klagelied wird angestimmt. Wir wollen unseren Sport, egal in welcher Liga und unter welchen Bedingungen. Hätte zu diesem Zeitpunkt jemand gesagt, das es so weitergeht, wie es nunmehr geschehen ist und dieser Jemand hätte sich zum Zeichen (oder auch nur so) die linke Sandale ausgezogen; alle hätten es ihm wohl gleich getan und wären mit ihm marschiert.
So wie sie Flagge gezeigt haben, beim Marsch von Rathaus zur Eissporthalle. Eine Demonstration der Herzen für das Eishockey in Kassel und der Trauer, darüber, dass obwohl mit DEL-Lizenz ausgestattet, das Eishockey in Kassel wohl endgültig am Ende schien.
Wie die Geschichte weiterging das wissen wohl die Meisten hier. Und alle waren auch begeistert davon. Haben nach zweijähriger sportlicher Leidenszeit deutlich gemacht, dass sie noch Opferbereiter und froh sind, dass es weitergeht. Allen war bewusst, dass in der Kürze der Zeit und unter den chaotischen Bedingungen lediglich ein Team zusammengestellt werden kann, das gegen den Abstieg spielt. Und dabei wollten sie die Kassel Huskies unterstützen.
Mittendrin statt nur dabei
Nun sind wir endlich soweit. Das Spiel kann beginnen. Im August gab es die große Eröffnung mit tragenden und emotionalen Worten und Unterstützungsbekundungen. Aber nur wenige Wochen, einigen Testspielniederlagen und dem Pokalaus später, sind wir Mittendrin in unserer Sportlethargie. Schwarzmalerei ist wieder angesagt, über Spieler, die noch gar nicht für uns an den Puck gesemmelt haben wird gelästert, über falsche Firmenphilosphie diskutiert, obwohl wir die Hintergründe für manche Entscheidungen gar nicht kennen. Da wird aufgrund eines Interviews des Trainers gleich schon wieder gesagt, dass sich Dauerkarteninhaber verarscht vorkommen müssten. Alles Diskussionen die eines Titelanwärters würdig wären. Aber sind wir das?
Mitnichten!! Wir sind Abstiegskandidat Nummer 1!
Ich denke viele werden ihre Dauerkarte haben, weil sie sich mit dem Eishockey in Kassel verbunden fühlen und signalisieren wollen, dass sie da sind. Das sie hinter dem Eishockey stehen. Das sie dankbar dafür sind, dass es noch Eishockey in Kassel gibt. So, wie es jeder ist, der zu den Spielen geht und mit den Huskies fiebert.
Ich will mit diesem Plädoyer für Toleranz und Rücksicht auf die besondere Situation, die wir diese Saison haben nicht den Kritikern ihre Meinung versagen. Das kann ich sowieso nicht und würde ich auch nie tun. Nicht das gleich wieder welche mit der Leier kommen „Ich kann ja wohl noch meine Meinung sagen“. Das können wir natürlich immer. Aber bevor man das macht, kann man sich auch noch mal kurz zurücklehnen, darüber nachdenken, was man den heutigen Abend machen würde, wenn es nicht so gekommen wäre, wie es gekommen ist und einfach noch mal etwas Geduld üben und dem ganzen neuen Konstrukt noch etwas Zeit geben. Selbst Politiker bekommen 100 Tage, bevor man sie zerpflückt.
Zum Schluss möchte ich mal meine Erwartungen Kund tun, auch wenn es vielleicht niemanden interessiert. Nach den vergangenen zwei Jahren kann es spielerisch und charakterlich eigentlich nicht mehr schlimmer kommen. Ich freue mich auf jedes Spiel, auf jeden Abend, den ich mit Freunden verbringen kann und hoffe, dass wir am Ende auf jeden Fall ein Spiel gewinnen. Nämlich das siebte Spiel der Playdownserie!!! Alles was besser ist nehme ich natürlich gerne mit!!
Und wenn wir mal wieder schlechte Spiele sehen und vor Wut schäumen, dann sollten wir uns einfach erinnern. Und sollte ich dies mal vergessen, bitte ich meine Nachbarn in der Halle, mich einfach mal daran zu erinnern.
In diesem Sinne, auf eine erste schöne Party heute Abend und 3 Punkte
Ciao
Jake
***** Besiegt ist man erst, wenn man sich aufgibt! ***
So titelt Kicker online heute. Das Spiel der Löwen werden heute 66 000 Zuschauer verfolgen. Laut Agenturmeldeungen werden zwischen 10 000 und 15 000 Fans aus Dresden erwartet. Na da würde ich sagen, dass ein bißchen neue Bestuhlung benötigt wird hinterher.
Und wenn das so weitergeht, haben die Löwen bald einen höheren Zuschauerschnitt als die Bayern. Hoppla oder sogar als Schalke?
Ciao
Jake
***** Besiegt ist man erst, wenn man sich aufgibt! ***
auch Geburtstag. Ich hatte ihm gestern zwar schon mal persönlich gratuliert, hole es hier allerdings nochmal im Forum nach. Alles Gute nachträglich zu Deinem Feiertag nach den Feiertagen! Gefeiert haben wir ja schön! Und mit nach Mannheim kommst Du ja nun auch!*ggg* Ciao
Jake
***** Besiegt ist man erst, wenn man sich aufgibt! ***
So langsam gehts ja los mit dem puren Abstiegskampf und deswegen hab ich hier mal einen kleinen Überblick über das, was die vier Playdownkandidaten noch so erwartet:
Wenn ich das so richtig sehe, haben wir nach dem Kölnspiel erstmal drei ganz wichtige Spiele. Hier wäre es gut zu punkten. Was die vier letzten Spiele angeht, haben wir wohl das härteste Programm und es wäre gut, wir hätten dann schon einen guten Platz. Im Grunde müssen wir Iserlohn die Daumen drücken für deren letzten beiden Spiele, es sei denn, die wären dann schon tief unten.
Ciao
Jake
***** Besiegt ist man erst, wenn man sich aufgibt! ***
Auf unserer Mannheimtour hat unser FC noch weiteren Zuwachs bekommen. Imke ist beigetreten. Willkommen im Club und viel Spaß, na den hattest Du ja auch schon.
Ciao
Jake
***** Besiegt ist man erst, wenn man sich aufgibt! ***
Bei meinem üblichen Onlinepressespiegel bin ich über einen Artikel bei Spiegel-Online gestoßen, bei dem es sich wohl um eine sartirische Aufbereitung und einen schlechten Scherz über unsere Huskies handeln muss. Zwar hat der Autor durch die Änderung von Namen und Handlungsorten versucht die Geschichte fiktiv erscheinen zu lassen. Dem Insider wird jedoch sofort klar, dass unsere Huskies damit gemeint sind. Entgegen unserer üblichen Praxis und aufgrund der besonderen Bedeutung zitiere ich den Artikel hier in voller Länge:
In Antwort auf:HUSKYS IN HEMSEDAL
Goldene Regel des Mushers
Von wegen, der Kutscher kennt den Weg. Die Huskymeute ist es, die nahezu alleine Tempo und Route der halbrecherischen Schlittenfahrt bestimmt. Autor Karsten-Thilo Raab kämpft mit flatulenten Hunden und einem Mitfahrer, der die goldene Regel der Musher missachtet.
Wenn sie nicht schlafen oder fressen, steht ihnen der Sinn nur nach Laufen, Laufen und Laufen: den Huskys von Hemsedal. Ihr Spaß wird auch nicht durch die Tatsache geschmälert, dass sie in ein Geschirr gepresst sind und einen Schlitten mit Lenker sowie Passagier im Schlepptau haben. Ihr Revier ist der zugefrorene und von einer dichten Schneedecke überzogene Tisiefjorden, ein riesiger See vor den Toren eines der größten Wintersportgebiete in Norwegen.
Wenn sie nicht schlafen oder fressen, steht ihnen der Sinn nur nach Laufen, Laufen und Laufen: den Huskys von Hemsedal. Ihr Spaß wird auch nicht durch die Tatsache geschmälert, dass sie in ein Geschirr gepresst sind und einen Schlitten mit Lenker sowie Passagier im Schlepptau haben. Ihr Revier ist der zugefrorene und von einer dichten Schneedecke überzogene Tisiefjorden, ein riesiger See vor den Toren eines der größten Wintersportgebiete in Norwegen.
Schon beim ersten Blick auf die Meute wird deutlich, wie unterschiedlich die Charaktere der Hunde sind. Einige liegen entspannt im Schnee. Andere hüpfen laut bellend auf und ab und können es gar nicht abwarten, bis die wilde Hatz beginnt. In wenigen Worten erklärt Johan Müller, der seit dem Jahre 2002 Schlittenhundetouren anbietet, die Handhabung der Schlitten. Neben einer Schleifbremse, die dafür sorgt, dass das Tempo nicht zu hoch wird, verfügt das Gefährt über eine Fußbremse sowie einen Anker.
"Let the dogs do the driving", schmunzelt Johan Müller und steigt in Bärenfellmütze und dicker, gefütterten Lederhose auf den Schlitten. Mit beiden Füßen steht er auf der Schneebremse. Erst dann löst er den Anker, während er sich locker mit einer Hand am Bügel des Schlittens festhält. Seine Huskys sind nun nicht mehr zu halten, mit lautem Bellen, Jaulen und Heulen stieben sie davon. Schnell machen auch wir uns startklar. Scheinbar mühelos nehmen die sechs Hunde Tempo auf. Über Stock und Stein jagt das Gespann Johan Müller hinterher. Kein Blick zurück - als Passagier und Hobby-Musher scheinen wir für sie Luft. Daran kann auch die Tatsache nichts ändern, dass wir zusammen fast 200 Kilogramm auf die Waage bringen.
Huskygespann mit Rückstoßbeschleuniger
Und während wir darüber spekulieren, wann die Schwanzwedler wohl angesichts unsere Gewichts kapitulieren werden, rennen Josse, Marika, Laila & Co., ohne das Tempo auch nur einmal minimal zu drosseln. Stattdessen scheinen sich die flauschigen Huskys einen Spaß daraus zu machen, möglichst dicht an Bäumen und Sträuchern vorbeizulaufen. Im Minutentakt müssen wir vor heranfliegenden Ästen in Deckung gehen. Vielleicht wollen sie auch nur verhindern, dass wir einfrieren, wozu wir angesichts der heißen Kufe eigentlich keine Gelegenheit haben.
Wenig später erreichen wir ein großes Stück der Seenplatte. Plötzlich verschlägt es uns inmitten der Idylle den Atem: Unser Gespann hat Flatulenz. Die Mischung aus Trockenfutter und Fleisch, mit der die Schlittenhunde gefüttert werden, setzt ganz besondere Düfte frei und treibt uns fast die Tränen in die Augen. Als Rückstoßbeschleuniger à la Raketenantrieb scheint das Biogas allerdings nicht geeignet, denn nun wird der Abstand zu dem vorausfahrenden Gespann sekundlich größer.
"Alles Frauen mit Power"
Wir fragen uns, an welchem Ende des Schlittens das Problem liegt? Sollten die Hunde doch nicht so ausdauernd sein, wie wir dachten? Sind wir doch zu schwer? Müssen wir Ballast abwerfen? Oder müssen wir gar eine Pause einlegen? Wir versuchen es mit Anfeuerungsrufen: "Hopp, hopp!" Keine Reaktion. Vielleicht verstehen die Hunde auch nur Norwegisch. Diesbezüglich sind wir jedoch mit unseren Sprachkünsten schnell am Ende. "Skol, skol!" Auch dies hilft nicht wirklich. Mein Passagier Stefan greift in die weiße Pracht neben dem Schlitten, formt einen paar Schneebälle und versucht die Hunde mit dezenten Würfen auf das Hinterteil anzutreiben - vergebens.
Also entscheiden wir uns, eine kurze Pause einzulegen. Einige der Hunde werfen sich sofort in den Schnee und wälzen sich hin und her, um sich abzukühlen. Die übrigen hüpfen wie Flummis auf und ab und können es gar nicht abwarten, bis es weitergeht. Auch Johan Müller hat sich scheinbar seine Gedanken über uns Tempo - vielleicht auch über unser Gewicht - gemacht. Auf jeden Fall aber tauscht er zwei Hunde mit denen seines Gespanns aus. "Statt des VW-Motors habt ihr jetzt einen Ferrari vor dem Schlitten. Alles Frauen mit Power", flachste der ansonsten eher wortkarge Guide.
Bevor wir die Fahrt fortsetzen, nutzen wir die Unterbrechung für einen Fahrerwechsel. Ich mache es mir halb sitzend, halb liegend auf der Ladefläche bequem, während nun Stefan sein Glück als Schlittenlenker probiert. Doch auch mit den frischen Huskys können wir kaum Anschluss an Johan Müller halten. Als wir am Ufer des Sees eine steile Böschung hochfahren, zeigt Stefan Herz. Er springt vom Schlitten, damit die Hunde nicht so schwer asten müssen. Ein fataler Fehler, wie sich schnell rausstellt. Stefan hatte in einem Anfall geistiger Umnachtung die goldene Regel des Schlittenfahrens außer Acht gelassen.
Die goldene Schlittenregel
Schließlich hatte uns Johan Müller mehrfach vor der Fahrt eingebläut, niemals, wirklich niemals und unter keinen Umständen den Schlitten loszulassen. Kaum sind Stefans Füße von den Kufen, geben die Hunde mächtig Stoff. So sehr ich mich über den durch den Tiefschnee watenden, verzweifelten Stefan amüsiere, so schnell wird mir auch meine missliche Lage meiner liegenden Position bewusst. Ohne Fuß an der Bremse oder Zugriff auf den Anker habe ich keine Möglichkeit, die vierbeinigen Rennmaschinen zum Halt zu bringen.
In einem irrsinnigen Tempo schießt das Hundegespann über die Ebene. Vor meinem geistigen Auge sehe ich mich schon samt Schlitten um einen Baum gewickelt, als Johan Müller, der das Geschehen aus der Ferne beobachtet hat, mit einem Hechtsprung die Hunde zu fassen bekommt.
Nach diesem kleinen Abenteuer ändert sich unsere Sichtweise. Plötzlich gefällt es uns, dass unserer Sechsergespann mit mäßiger Geschwindigkeit weiterläuft. "So können wir die herrliche Landschaft besser genießen", trösteten wir uns, während sich die einstündige Tour dem Ende näherte.